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Vorsicht: Auch Gebäudereiniger haben ihre Augen überall

Für saubere Verhältnisse sollen Gebäudereinigungsfirmen am Arbeitsplatz sorgen. Was viele vergessen ist dabei aber die Tatsache, dass diese Zugriff auf fast alle Räume und teilweise sogar auf die Computer haben. Natürlich würde ein seriöser Reinigungsdienst seine Möglichkeiten niemals ausnutzen, um an ihm nicht relevante Daten zu kommen. Doch im Rahmen des Facility Managements sind die grundlegenden Einblicke, die das Reinigungsteam in die übergreifenden Abläufe des Unternehmens hat, größer als manch ein normaler Mitarbeiter erwartet.

Grund ist der, dass die Gebäudereiniger nicht nur alle Schlüssel zu allen Räumen besitzen, sondern oft erst dann antreten, wenn alle anderen Mitarbeiter den Bürokomplex bereits verlassen haben. Deshalb arbeiten auch technische Sonderdienste und andere Dienste, die sich vom gewöhnlichen Kerngeschäft des Unternehmens abheben, eng mit dem Reinigungsdienst zusammen. Denn nicht selten kann dieser ihnen im technischen Notfall schnellen und gezielten Zugang zu allen Bereichen verschaffen - natürlich geschieht dies immer nur in Rücksprache mit der Geschäftsleitung.

Reinigungskräfte mit Argusaugen

Zudem besteht in den meisten Fällen eine interne Vernetzung der geschäftlichen Netzwerke, mit denen der beauftragten Reinigungsfirmen. Der Grund ist der, dass moderne Firmen im Rahmen des Facility Managements ihre individuellen Grundreinigungspläne, sowie die ab und an auftretenden Sonderreinigungen, heute nicht mehr wie früher persönlich oder telefonisch klären, sondern über eine im Facility Management abgelegte Reinigungsplanmaske. Das Unternehmen gibt in dieser Maske, oder auch den Reinigungsterminkalender, alle gewünschten Reinigungsintervalle und Sonderreinigungen an und diese Eintragungen werden immer zeitnah und aktuell an die beauftragte Firma übermittelt. Somit kann diese sich sehr schnell und gezielt an individuelle Kundenwünsche und Notwendigkeiten richten - und das ohne großen Aufwand für beide Vertragsseiten. Gleiches gilt natürlich auch, wenn die zuständige Reinigungsfirma direkt zum Unternehmen gehört.

Für die Qualitätssicherung sehen die modernen Bereiche des Facility Managements heute aber nicht nur eine einfache Reinigungsterminplanung vor, sondern auch direkte Rückmeldungen. Getätigte Reinigungstermine können also vom Gebäudereiniger sofort vor Ort, etwa an einem vom Unternehmen bereitgestellten PC, bestätigt werden. Gab es Komplikationen, Schwierigkeiten oder liegen Informationen vor, die das Unternehmen wissen sollte oder wissen muss, können und werden diese ebenfalls direkt übermittelt. Dabei kann es sich um rein reinigungs-, sicherheits- oder technisch relevante Mitteilungen handeln, aber auch um Mitteilungen wie allzu persönliche Spuren am Arbeitsplatz einzelner Mitarbeiter. Mitarbeiter sollten also niemals unbedacht mit Speisen am Schreibtisch umgehen, wenn der Chef ein Mittagsessen in einem gesonderten Pausenraum verlangt und dafür bekannt ist, bei Krümeln in der Tastatur oder im Notebook auch gerne härter durchzugreifen. Ebenfalls sollte man nicht unbedingt Pausenlektüren am Arbeitsplatz aufbewahren, die die Personalleitung nicht gerne an diesem sieht. Denn auch wenn diese nicht unbedingt jeden Platz genau in Augenschein nimmt - der Reinigungsdienst muss es zwangsläufig tun. Und das nutzen viele Chefs heute gezielt für sich aus.

Was bedeutet das für die Mitarbeiter?

Aber was bedeutet das für die Unternehmen, beziehungsweise für die ahnungslosen Mitarbeiter? In erster Linie nicht viel Neues und bisher Unbekanntes, da alle möglichen Zugangsdaten streng vertraulich sind und auf gegenseitigem Vertrauen ausgetauscht werden. Etwas anders sieht es im Bereich der möglichen Rückmeldungen der Gebäudereiniger an die Personalabteilung aus, wenn dies von dieser gewünscht oder mit dem Reinigungsdienst vereinbart wurde. So oder so sollten vor allem gewöhnliche Mitarbeiter bedenken, dass der Gebäudereiniger nicht nur beim Ausleeren des Papiermülls oder im Papierwirrwarr auf dem persönlichen Schreibtisch am Arbeitsplatz brisante Dinge finden könnte. Dinge, die Spuren darüber liefern, dass eventuell während der Arbeitszeit Dinge getätigt wurden, die während der Freizeit und Zuhause getätigt werden sollten. Aus Sicherheitsgründen sollte man sich also lieber zuhause online im komfortablen S. Oliver Shop nach den Trends und Sonderangeboten zum Thema billige Schuhe umsehen. Das gilt übrigens auch, wenn Schuhe oder Kleidung für die Arbeit gesucht werden. Kataloge und andere Zeitschriften könnten unter Umständen gut oder weniger gut sichtbar zwischen den zu bearbeitenden Akten auf dem Schreibtisch akzeptiert werden - müssen sie aber nicht.